Vereinssatzung

§ 1       Name/ Sitz und Dachorganisationen des Vereins:

1.         Der Verein führt den Namen: „Kleintierzüchterverein Heuchelheim e.V.“

2.         Er wurde am 1941 gegründet und am 22.08.75 unter der Nr.: 984  beim Amtsgericht in Giessen in das Vereinsregister eingetragen. Seinen Sitz hat der Verein in 35452 Heuchelheim.

3.         Der Verein ist Mitglied folgender Dachorganisationen:
3.1       Kreisverband Giessen der Rassegeflügelzüchter,
3.2       Landesverband der Rassegeflügelzüchter Hessen-Nassau e.V. und
3.3       Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. (BDRG).

 4.         Der Verein erkennt die Satzungen, Geschäfts-, Jugend- und Ehrenordnungen sowie deren Allgemeine Ausstellungsbestimmungen (AAB) an und wird danach geführt.

5.         Sein Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§2        Zweck und Aufgaben des Vereins:

1.         Vereinszweck ist die Förderung und Pflege der Rassegeflügel- und Ziergeflügelzucht auf ideeller und gemeinnütziger Grundlage.

2.         Seine Aufgaben sind die Beratung seiner Mitglieder und interessierter Bürger über die Rassegeflügelzucht und Haltung sowie die Aufklärung der Öffentlichkeit über den ideellen Wert der Rassegeflügelzucht, insbesondere als Jugendarbeit und naturverbundene Freizeitgestaltung.

3.         Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

4.         Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

 5.         Dem Verein können Sparten aus anderen Bereichen der Kleintierzucht angeschlossen werden. Dies kann nur geschehen, wenn nachweislich min. 5 aktive Züchter dieser Sparte angehören. Die Gründung und Aufnahme einer solchen Sparte ist in der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit zu beschließen. Jede Sparte muss mit einem Mitglied in dem Vorstand vertreten sein.

 

§ 3       Mitgliedschaft im Verein:

1.         Der Verein hat stimmberechtigte (ordentliche) und nichtberechtigte Mitglieder.

 2.         Stimmberechtigtes (ordentliches) Mitglied ist, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat.

3.         Mitglieder der Jugendgruppe (vom 8. bis zum 14. Lebensjahr) haben nur in der Jugendgruppenversammlung Stimmrecht.

4.         Wählbar sind nach BGB (aus Haftungsgründen) nur Mitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

 

§ 4       Beginn der Mitgliedschaft:

1.         Die Mitgliedschaft beginnt mit der Aufnahme in den Verein.

2.         Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen. Über ihn entscheidet die Mitglieder­versammlung mit einfacher Mehrheit.

3.         Die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist dem Antragsteller schriftlich mitzuteilen. Bei einer Ablehnung des Antrages ist mit dem Antragsteller eine schriftliche Begründung zu geben.

4.         Der Mitgliedsbeitrag ist auch für den Monat, in den der Aufnahmeantrag fällt, voll zu entrichten.

6.         Die Höhe des Jahresbeitrages wird in der Jahreshauptversammlung festgelegt.

 

§ 5       Ende der Mitgliedschaft:

1.         Die Mitgliedschaft endet:

1.1       durch den Tod,
1.2       durch Austritt und
1.3       durch Ausschluss.

 2.         Austritt: Jedes Mitglied hat das Recht seinen Austritt aus dem Verein ohne Angabe des Grundes zu erklären. Die Aufkündigung der Mitgliedschaft kann nur zum Ende des Geschäftsjahres mit vierteljähriger Kündigungsfrist erfolgen und ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Das Geschäftsjahr geht vom 1. Januar bis 31. Dezember. Der Beitrag ist für das volle Geschäftsjahr zu zahlen. Am Tag des Austrittes erlischt jeglicher Anspruch an den Verein.

3.         Der Ausschluss kann erfolgen bei
3.1       vereinsschädigendem Verhalten,
3.2       wiederholtem Verstoß gegen Vereinsbeschlüsse,
3.3       bei unehrenhaftem und betrügerischem Verhalten innerhalb und außerhalb des Vereins und
3.4       einem Beitragsrückstand von mindestens einem Jahr.

4.         Der Ausschluss erfolgt auf Empfehlung des Vorstandes in einer Mitgliederversammlung, mit mind. 2/3 Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern.

5.         Der Ausschluss ist dem Mitglied unter Angabe des Grundes innerhalb einer Frist von 10.Tagen schriftlich durch einen Einschreibebrief mitzuteilen.

6.         Der Ausgeschlossene kann innerhalb einer Frist von 28 Tagen nach Zustellung des Ausschlussschreibens schriftlich beim Vorsitzenden Einspruch einlegen. Die nächste Mitgliederversammlung entscheidet dann mit einfacher Mehrheit über den Ausschlussantrag des Vorstandes In schwerwiegenden Fällen wird die Entscheidung des Ausschlusses dem Ehrengericht des BDRG vorgelegt. (§ 17 der Satzung des Landesverbandes und § 7 BDRG).

7.         Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung.

8.         Endet die Mitgliedschaft durch Ausschluss, so erlischt auch der Anspruch auf das Vereinsvermögen.

 

§ 6       Rechte und Pflichten der Mitglieder:

1.         Alle Mitglieder haben das Recht auf ideelle Unterstützung und sachbezogene Information nach den Satzungen des Vereins.

2.         Sie können vereinseigene Einrichtungen im Rahmen des satzungsmäßigen Rechts in Anspruch nehmen.

3.         Die Mitglieder sind berechtigt an Mitgliederversammlungen teilzunehmen, Anträge zu stellen und an Abstimmungen mitzuwirken (siehe § 3).

4.         Die Mitglieder sind verpflichtet, die Satzungen einzuhalten und alle Beschlüsse der Form und dem Sinn entsprechend zu befolgen und zu unterstützen.

5.         Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr haben alle Mitglieder den festgelegten Monats- und Jahresbeitrag zu entrichten.

6.         Die Beitragszahlung erfolgt in der Regel durch Bankeinzug.

7.         In Härtefällen kann der Beitrag auf Antrag des Mitgliedes für einen begrenzten Zeitraum gestundet oder erlassen werden.

8.         Mitglieder; die zum Grundwehrdienst einberufen werden, sind für diese Zeit von der Beitragspflicht befreit.

 

§ 7       Organe des Vereins:

1.         Die Mitgliederversammlung

2.         Der Vorstand

 

§ 8       Die Mitgliederversammlung:

1.         Die oberste Instanz für sämtliche Vereinsangelegenheiten ist jede ordnungsgemäße, schriftlich eingeladene Mitgliederversammlung, die ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig ist. Einberufen werden kann diese vom 1. Vorsitzenden, auf Beschluss des Vorstandes oder auf Verlangen von 1/1o der Mitglieder. Anträge, über die in der Versammlung beschlossen werden sollen, müssen vor Versammlungsbeginn beim 1.Vorsitzenden eingereicht werden.

Der Vorsitzende erteilt in der Versammlung das Wort nach der Reihenfolge der Meldungen. Anträge auf Übergang zur Tagesordnung haben gegenüber anderen Vorrecht.

Der Vorsitzende muss bei Anliegen, die ihn selbst betreffen, die Leitung der Versammlung abgeben.

Alle Beschlüsse müssen von dem Protokollführer ins Protokollbuch eingetragen und von ihm unterzeichnet werden. Jedes Protokoll muss vom 1. Vorsitzenden gegengezeichnet werden.

2.         Die Hauptversammlung ist ordnungsgemäß durch den Vorstand schriftlich einberufene Mitgliederversammlung. Sie ist oberstes Organ.

3.         Die ordentliche Hauptversammlung findet alljährlich im 1. Quartal statt. Sie ist mindestens 2 Wochen vorher unter Bekanntgabe der Tagesordnung ( §32 BGB) einzuberufen. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung mit Bekanntgabe der Tagesordnung zwei Wochen vor dem Versammlungstermin.

4.         Die Tagesordnung muss folgende Punkte erhalten:
4.1       Jahresbericht des Vorstandes,
4.2       Entlastung des Rechnungsprüfers,
4.3       Entlastung des Vorstandes,
4.4       Vorstandswahl,
4.5       Wahl der beiden Kassenprüfer und eines Ersatzmannes,
4.6       Anträge über Beschlussfassungen müssen mindestens eine Woche vor dem Tage der Hauptversammlung beim Vorstand schriftlich vorliegen.

 

§ 9       Die Geschäftsordnung:

1.         Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder. Eine Anwesenheitsliste ist zu führen.

2.         Die Leitung der Versammlung liegt in den Händen des
1. Vorsitzenden, bei Verhinderung desselben leitet der
2. Vorsitzende die Versammlung.

3.         Jede Mitgliederversammlung muss eine Tagesordnung haben, die vor Eintritt in die Versammlung zu genehmigen ist.

4.         Alle Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. Stimmenenthaltung gelten als nicht abgegebene Stimmen. Die Abstimmung, auch bei Wahlen, geschieht durch Hochheben der Hand.
Auf Antrag eines ordentlichen Mitgliedes hat die Abstimmung geheim zu erfolgen. Es müssen zwei Stimmzähler gewählt werden.

5.         Zur Satzungsänderung ist eine Mehrheit von 3/4 der erschienen ordentlichen Mitglieder erforderlich ( § 33 BGB ) .

6.         Der Vorsitzende erteilt in der Versammlung das Wort nach der Reihenfolge“ der Meldungen. Anträge auf Übergang zur Tagesordnung haben gegenüber anderen Vorrecht ( § 2 der GO des Landesverbandes ).

7.         Der Vorsitzende muss bei Anliegen, die ihn selber betreffen, die Leitung der Versammlung an den 2.Vorsitzenden oder an den Ehrenvorsitzenden abgeben. Betrifft das Anliegen „alle drei Personen, so muss ein Versammlungsleiter gewählt werden.

8.         Über jede Versammlung und Vorstandssitzung ist ein Protokoll zu führen. Gefasste Beschlüsse müssen klar und deutlich wiedergegeben werden.
Das Protokoll ist vom Protokollführer und dem 1. Vorsitzenden zu unterzeichnen.

9.         Auf Antrag ist das Protokoll der letzten Vorstands- bzw. Mitgliederversammlung vorzulesen.

10.       Die Tätigkeit aller Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich Reisekosten und Aufwands­entschädigungen bei Reisen von Vereinsdelegierten können nach § 9 der GO des BDRG abgerechnet werden.

 

§ 10     Der Vorstand und seine Aufgaben:

1.         Die Führung des Vereins geschieht durch den Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzt.
1.1       Dem 1.Vorsitzenden,
ihm obliegt die Vereinsführung, die Einberufung und .Leitung von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen. Er ist Repräsentant des Vereins in der Öffentlichkeit.
1.2       Dem 2. Vorsitzenden,
er ist Stellvertreter des 1. Vorsitzenden und hat die Aufgabe, diesen in allen Bereichen der Vereinsarbeit zu unterstützen und zu vertreten.
1.3       Dem 1. Rechner,
er verwaltet das Vereinsvermögen, und ist für alle finanziellen Angelegenheiten zuständig. Er führt die Mitgliederkartei.
1.4       Dem 2. Rechner,
hat die Aufgabe den 1. Rechner zu unterstützen und zu vertreten.
1.5       Dem 1. Schriftführer,
ihm obliegt die Erledigung des Schriftverkehrs.
1.6       Dem 2. Schriftführer,
er hat die Aufgabe das Protokoll zu führen, und den 1. Schriftführer bei seiner Arbeit zu unterstützen.
1.7       Dem 1. Beisitzer,
er ist der Zuchtwart.
1.8       Dem 2. Beisitzer,
er ist der Gerätewart und Platzwart.
1.9       Dem Jugendobmann,
er vertritt die Interessen und Belange der Jugendgruppe im Vorstand.

 2.         Der 1. und 2. Vorsitzende sowie der 1. Vereinsrechner und 1. Schriftführer bilden den geschäftsführenden Vorstand.

3.         Nach § 26 des BGB wird der Verein vom 1. und 2. Vorsitzenden gerichtlich vertreten.
Beide sind jeweils einzelvertretungsberechtigt

4.         Der Vorstand wird nach folgendem Turnus für die Dauer von 3 Jahren gewählt:

1.      Jahr: 2. Vorsitzender, 1. Schriftführer
2.      Jahr: 1. Rechner, 2. Schriftführer
3.      Jahr: 1. Vorsitzender, 2. Rechner und Zuchtwart und Gerätewart

5.         Der Jugendobmann ist gleichberechtigtes Vorstandsmitglied. Er wird in einer der Hauptversammlung vorausgehenden Jugendversammlung gewählt.
(Siehe Anlage 2: Jugendordnung des Kleintierzuchtvereins).
Seine Amtszeit beträgt ein Jahr.

6.         Wird durch vorzeitiges Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes eine Nachwahl erforderlich, so erfolgt diese in der nächsten Hauptversammlung, jedoch nur bis zum Ablauf der normalen Wahlperiode nach Abs. 4

7.         Tritt der 1. Vorsitzende zurück, so übernimmt der 2. Vorsitzende kommissarisch den Posten des 1. Vorsitzenden bis zur folgenden Hauptversammlung. Dann wird ein neuer 1. Vorsitzender nach dem Turnus in Abs. 4 gewählt.

8.         Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins im Rahmen der Satzung. Die Verwenduhg der finanziellen Mittel hat nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit bei sparsamer Geschäftsführung zu erfolgen.

9.         In der Hauptversammlung sind aus den Reihen der Mitglieder 2 Rechnungsprüfer und ein Ersatzmann zu wählen. Diese dürfen dem Vorstand nicht angehören.

 

§ 11     Ehrenmitgliedschaft:

1.         Die Ehrenmitgliedschaft kann demjenigen verliehen werden, der sich um den Verein ganz besondere Verdienste erworben hat.

 2.         Über die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft entscheidet der Vorstand nach der Ehrenordnung (siehe Anlage 1). Desgleichen über Ehrungen auf Landes- oder Bundesebene.

 

§ 12     Auflösung des Vereins:

  1. Die Auflösung des Vereins kann erfolgen, wenn seine Mitgliederzahl auf unter 5 Personen sinkt, und diese in Auflösung mit einfacher. Mehrheit beschließen.
  1. Ansonsten bilden zwei Mitglieder so lange eine Vereinsverwaltung bis sich wieder ein Verein gleichen Namens und Interessengebietes gebildet hat.
  1. Wird der Verein nach Abs. 1 aufgelöst, so fällt das sachbezogene Vereinsvermögen an den Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter, während die festen Bauten wie Vereinsheim und Geräteraum in die Obhut der Gemeindeverwaltung Heuchelheim fällt.
  1. Bei der Übergabe sind vom Vereinsvermögen Übergabeverträge auszufertigen, die bei der Gemeindeverwaltung Heuchelheim zu hinterlegen sind.
  1. Sollte sich in späteren Jahren wieder ein Verein mit gleichen Interessengebiet in der Gemeinde Heuchelheim bilden, so sind diesem auf Antrag das verwaltete Vereinsvermögen zu übergeben.

Heuchelheim, den 20. Juli 1990

Für den Vorstand:

1.      Vorsitzender
gez. Klaus Degenhardt

Schriftführer
gez. Karl-Heinz Schmidt

gez. Sigmar Bechthold